Unser Dorf(-Wettbewerb) sollte schöner werden – oder: Ist die Zukunft in die Jahre gekommen?

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Seit einem Vierteljahrhundert ist der Slogan verschwunden, aber bis heute ist er nicht vergessen: „Unser Dorf soll schöner werden.“ Es war die Devise eines bundesweiten Wettbewerbes, der immer noch stattfindet, seit 1997 aber unter dem etwas wolkigeren Motto: „Unser Dorf hat Zukunft“. In diesen Tagen ist es wieder so weit: Vielerorts im Land bereiten sich Dörfer auf die Teilnahme vor. Ihnen winken am Ende die prestigeträchtigen Auszeichnungen als „Bronze-“, „Silber-“ oder gar als „Golddorf“. 

Bis dahin ist es noch ein langer Weg. Er streckt sich über drei Etappen:  

  1. Zunächst wird der Dorfwettbewerb auf Kreisebene ausgetragen. Teilnehmen dürfen Dörfer mit maximal 3000 Einwohnern. In NRW beispielsweise haben sie bis zum 14. April Zeit, sich zur Teilnahme anzumelden. Unter ihnen muss dann bis Mitte Juni der jeweilige „Kreissieger“ feststehen. 
  2.  Die Siegerdörfer der einzelnen Kreise treten dann auf der Ebene des Bundeslandes gegeneinander an. In NRW werden die Sieger im September dieses Jahres bekanntgegeben. In Niedersachsen stehen sie bis zum 1. November fest. 
  3.  Eine Auswahl der (Landes-)Siegerdörfer aus den jeweiligen Bundesländern putzt sich dann noch einmal heraus, um 2023 auf Bundesebene gegeneinander anzutreten. 

In allen Bundesländern läuft das gerade so oder ähnlich ab. Da wird ein enormer Aufwand betrieben, viele Erwartungen werden geweckt. Aber nur selten wird gefragt: Was genau will dieser Wettbewerb eigentlich? Und: Ist er überhaupt noch zeitgemäß? Oder hat er seine beste Zukunft schon hinter sich?

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