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Die Kolumne von Joachim von Braun: Hunger und Krieg – Lehren für die Politik und für uns

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Unser Autor ist Professor für wirtschaftlichen und technologischen Wandel an der Universität Bonn, Vizepräsident der Welthungerhilfe und Präsident der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften.

Guten Tag!

Zwischen alten Kochbüchern meiner Mutter fand ich den „Haushalts-Brief“, dessen erste Ausgabe im Februar 1947 erschienen ist. Gleich zu Beginn las ich dort diesen Satz: „Unsere dringendste Sorge gilt gegenwärtig der Ernährung. Ist es nicht möglich, die Menge der Lebensmittel zu erhöhen, so muss ihnen alle Aufmerksamkeit und alle Erfahrung gewidmet werden.“

Meine Mutter war aus Schlesien mit kleinen Kindern geflüchtet. Der „Haushalts-Brief“ gab praktische Hinweise, wie die wenigen Lebensmittel in der Not zubereitet und unter anderem mit in Wald und Flur gesammelten Nahrungsmitteln ergänzt werden können. Die Ernährungslage war 1947 nach dem Krieg sehr ernst. Bei vielen Familien in Deutschland herrschte 1945 bis 1948 Hunger. Der Hunger unter Flüchtlingen und armen Städtern war damals ähnlich gravierend wie heute, im Jahr 2022, in Ostafrika. (Hintergründe zur Hungerkrise in Deutschland 1945 bis 1948 und zwei Abbildungen aus den „Haushalts-Briefen“ finden Sie in diesem Beitrag auf der Landbrief-Homepage.)

Unterdrückungsregime „stiften“ Hunger

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